Saturday, 26 February 2011
Es war etwas Besonderes für uns Vorschulkinder der Schwalbengruppe, am „Abend“ in den Kindergarten zu kommen. Ein Leseabend mit Überraschungen sollte es werden.
Im Gruppenraum saßen wir auf Decken, schauten uns Bücher an, aßen und tranken etwas und irgendjemand fragte auf einmal: „Gibt es eigentlich Gespenster? und hat jemand Angst im Dunkeln?“ Aha, deshalb sollten wir also eine Taschenlampe mitbringen.
Hundertzwei Gespensterchen saßen irgendwo,
hinter meinem Fensterchen. Da erschrak ich so.
Hundertzwei Gespensterchen, waren sehr vertrackt:
An mein Kammerfensterchen, klopfen sie im Takt.
Hundertzwei Gespensterchen haben mich erschreckt.
Weit entfernt vom Fensterchen hab ich mich versteckt.
Hundertzwei Gespensterchen – denkt euch, wie famos!
Waren an dem Fensterchen Regentropfen bloß!
James Krüss
Bei uns im Gemeindesaal erwartete uns ein Hindernislauf, begleitet von klirrenden und rasselnden Geräuschen. Wir mussten durch noch dunklere Tunnel krabbeln, über wacklige Brücken schleichen und an Luft- und Wasserduschen vorbeischlängeln.
Am Ende des Weges fanden wir in einem Versteck eine große Schatztruhe mit Bücher und Süßigkeiten. Doch dann kam es zu einer richtigen „Mutprobe“ für uns. Wir stiegen zum aller ersten Mal die steile knarrende Bodentreppe bis ganz nach oben auf den Dachboden hoch. Es war sehr dunkel, es gab kein Licht, nur unsere Taschenlampen zeigten uns den Weg nach oben. Dort angekommen funkelten uns kleine Gespensternchen an, wir konnten sie mit unseren Taschenlampen gut erkennen. Aus einer anderen Kammer kamen komische Geräusche und ein Lichtschein auf uns zu. Noch ein Gespenst? Es wollte uns einen Schreck einjagen, doch wir erkannten dieses „Schreckgespenst“ gleich an der Stimme, hi, hi. So leicht lassen wir Kinder aus der großen Gruppe uns nicht erschrecken. Aber auf einmal fand Max noch einen Schatz. Es war für alle Kinder etwas zum basteln drin und noch eine wunderschöne Geschichte. Wir sollten alle unsere Taschenlampen ausschalten, es war auf einmal ganz still, nur der Mond und die Sterne schauten durch die Fenster und wir Kinder lauschten aufmerksam der Geschichte vom Dachbodengeist. Oh, wie aufregend das war!
Danach ging es wieder hinunter in unseren Gruppenraum. Als Erinnerung an den wunderschönen Abend durften wir uns jeder einen kleinen Geist basteln und ihn und seine Geschichte mit nach Hause nehmen.
Auch die Vorschulkinder im nächsten Jahr können sich auf einen „spannenden“ Vorleseabend freuen.