Gott sagt: ICH bin da

Lk 4, 16-21

„Gott sagt: Ich bin da

In das Dunkel deiner Vergangenheit und in das Ungewisse deiner Zukunft, in Deine Sorgen und Deine Freude lege ich meine Zusage: Ich bin da.. In das Spiel deiner Gefühle und in den Ernst deiner Gedanken, in den Reichtum deines Schweigens und in die Armut deiner Sprache lege ich meine Zusage: Ich bin da.

In die Fülle deiner Aufgaben und in die Leere deiner Geschäftigkeit, in die Vielzahl deiner Fähigkeiten und in die Grenzen deiner Begabung lege ich meine Zusage: Ich bin da.

In die Freude deines Erfolgs und in den Schmerz deines Versagens lege ich meine Zusage: Ich bin da.

In die Enge deines Alltags und in die Weite deiner Träume lege ich meine Zusage: Ich bin da.“

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Gott mit uns …

Mt 3, 13-17

Gott zieht Dich wie durchs Ertrinken auf die Seite des Lebens. Das ist das Thema heute. Denn am Ufer der Jordan steht einer, der rumschreit. Einer, der weiß, wie Gott es richtig macht. Einer, der ist, wie ein Eunuch: Er weiß, wie mans macht – bloß machen kann er’s nicht …Er schreit Menschen an: Ihr Schlangenbrut!
Manchmal denk ich: Das stimmt! Ich weiß, was ich nicht will. Bloß: Machen kann ich auch nichts. Ich predige und schreie – die Hälfte der Zuhörer gibt mir irgendwie recht (wenn überhaupt so viele). Und dann ist Sonntag. Frei. Das Gute ist gesagt. Aber Morgen ist Montag. Und am Dienstag hört man von den Abendlandsvertretern in Dresden – die kriegen Presse …

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Heut schließt er wieder auf die Tür zum schönen Paradeis …

Lk 2, 41-52

Der Zwölfjährige. Er hat wache Augen und Ohren. Vielleicht durfte er auch mit stolzgeschwellter Brust selbst schon einen der heiligen Texte lesen oder sagen. Vielleicht auch nur die berühmten Kinderfragen stellen beim abendlichen Mahl: „Warum ist diese Nacht anders als andere Nächte?“ Er ist wichtig gewesen, damit das Fest gelingt. Auch das: Eine paradiesische Erfahrung: Ich gehöre dazu! Mein Dasein ist wichtig! Für mich und für die anderen. Gottes Nähe – das Paradies. Und er schließt es auf. Für sich. Für alle. Für immer.
Aber für den Zwölfjährigen ist die Gottesnähe nicht in den paar Feiertagen zum Paradies geworden. Er sucht sich eigene Wege. Es sind nicht die Wege seiner Eltern. Drei Tage suchen sie ihn. Und wo sie ihn finden, da gehört er ihrer Meinung nach nicht hin.
Wo gehören Kinder hin? Besonders dann, wenn sie groß werden? Was haben wir ihnen mitgegeben?

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Heilig Abend – Ich sing für dich …

Lk 2, 1-14

Geh,
 mach die dunklen Ställe auf,
in die Du alles 
sperrst, 
was Deinem Leben im Weg steht, 
alles, 
was Du jemals gewollt hast,
 alles, 
was Dir inzwischen Angst macht, 
weil es nicht 
zu dem passt,
wie das Leben 
eben geht, 
gehen muss.

Heute ist der Abend,
wo Dein Gott genau dort geboren wird:
Wo nichts geht.
 Wo alle die Hände heben.
Wo kein Platz ist. 
Wo der Stillstand alles lähmt.

Wo Menschen in den satten Städten schreien, 
wo Menschen ihr Leben verlieren, 
weil ein paar es so wollen,
wo Leistung sich nicht mehr lohnt
 und wo das Leben Dich bestraft.
Da kommt er hin.
 Da wird Dein Gott geboren.

Ich sing für Dich ich schrei für Dich ich brenne und ich schnei für Dich Vergesse mich erinner mich für Dich und immer für Dich Für immer und Dich

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… aber es ist noch eine Ruhe vorhanden

Hebräer 4, 9-11

Aber die Ruhe, die Du suchst, die ist eine andere als die, die Du findest, wenn Du Dich nur abfindest. Ruhe hat etwas damit zu tun, dass alles gut ist, hat etwas mit dem Frieden zu tun, der all die vielen Sachen, die bedrohlich um Dich tanzen, von Dir fern hält. Ruhe – die hat dann einen anderen Namen. Echte Ruhe will Dich nicht beschwichtigen für den kurzen Moment. Ruhe heißt auch: Hoffnung! Oder sie ist dasselbe wie die festeste Deiner Hoffnungen, die selbst am Totensonntag und am frischen Grab nicht stirbt: Es wird alles gut werden! Kannst Du, wenn ich Dich ehrlich frage, eine klitzekleine Spur finden – in dem Leben, das Du jetzt hast?

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Hier hat meine Geschichte mit Gott angefangen …

Apg 17, 22-28a

so ist das mit dem „unbekannten Gott“: Nicht immer,
wenn unsereins von den eigenen Erfahrungen mit dem spricht,
sind gleich alle überzeugt.
Trotzdem reden wir von ihm und reden davon,
wie ER in unserm Leben wirkt und anwesend ist.
Wir tauschen unsere Erfahrungen. Und manchmal schütteln wir auch den Kopf.
Und trotzdem können wir eine gute Botschaft mitnehmen – für mich der schönste Satz aus der ganzen Paulus-Predigt: Gott ist nicht ferne von einem jeden von uns.

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Vertrauen wagen – Jesus Christus, er mache euch fähig zu allem Guten

Hebr 13, 20-21

Seltsam wird man, wenn einem die ganze Welt mitteilt,
dass ein Teil der eigenen Wirklichkeit eher ins Reich der Märchen gehört.
Und gleichzeitig bekommt man zu hören, dass man mit all dem,
was man da selbst glaubt und für wichtig hält,
Teil eines Großen und Ganzen ist:
Wir wollen doch alle den Frieden!
Willst Du den Frieden? Dann bist auch Du Kommunist!

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Glück oder Unglück?

Ps 73, 28

Manchmal kommt es nur darauf an, wie es einem geht: Menschen und Dinge und Erlebnisse, die immer da sind – all das sortiert unser Inneres irgendwie nach Glück oder Unglück ein. Und es ist manchmal ein und dasselbe, was einen glücklich oder unglücklich macht – ich glaube, das ist es, was uns die von Euch so toll erzählte Geschichte eigentlich sagen will. Glück und Unglück sind überhaupt nicht haltbar. Beim Glück finde ich das schade. Beim Unglück eher nicht – da bin ich froh, wenn es vorbei ist.

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PALMARUM – Wer bin ich?

Hebr 12, 1-3

Bin ich, was andere von mir erwarten?
Bin ich, was ich von mir erwarte?
Bin ich, wie ich mich erlebe? …

Gott, kennst du mich?Wer ich auch bin,
Du kennst mich,
Dein bin ich,
o Gott!
Amen.

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Durch den Vorhang hindurchsehen …

Hebr 10, 23-25

Manchmal möchte ich durchsehen: Durch den Nebelvorhang im späten November möchte ich die glänzenden Adventskerzen sehen, weil die nämlich kommen – aber vor einer Woche sehe ich doch nur weinende Menschen an frischen Gräbern. Manchmal möchte ich durchsehen: Durch den Schleier, der mich nicht sehen lässt , was kommt – aber es hilft nichts: Jetzt […]

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